Infoseite von Georg Schmeißer

Infos rund um´s Rad.   Nehmen Sie sich die Zeit und klicken sich durch diese Infos. 

 

 

 

                   

 

Ich habe einen sehr kleinen Radladen und mache alles selbst. Mein Internetauftritt ist deshalb nicht so professionell wie bei großen Firmen - ich bin kein WEB-Designer.  Rund um´s Rad mache ich auch alles selbst. Beratung, Verkauf, Montage, Versand - ich gebe mein Bestes, um Sie als Stammkunden zu gewinnen.

  

Schaltung richtig einstellen ! 

 

Eine falsch eingestellte Schaltung ist nicht nur lästig, sondern gefährlich, wenn z. B. die Kette herunterspringt.   Wichtig ist, dass die Grundeinstellung von Umwerfer und Schaltwerk passen - damit wäre ein Laie überfordert.  

Bei meinen "fahrfertigen" Rädern sind Bremsen und Schaltung bereits eingestellt 

Schaltung verstellt:  Siehe   www.rad-lager.de/einstellungen.htm

 

 

 

Haben Sie noch den Überblick über die verschiedenen Fahrradschaltungen?

 

Kettenschaltung - Nabenschaltung - stufenlose Nabe (NuVinci) - Rohloff Speedhub ..... -  was passt am Besten zu Ihnen?

Diese Seite soll Ihnen eine Hilfestellung geben.

Hier finden Sie einen kurzen Überblick über:

  • Übersetzungsverhältnisse, Wegstrecken/Kurbelumdrehung

  • Kettenschaltungen - Kurbelarten, Schaltwerk, Umwerfer, Vor- und Nachteile  ectr.

  • Nabenschaltungen  (7, 8, 9-,11-Gang, stufenlos) Vor- und Nachteile

  • Kombinationen zwischen Naben- und Kettenschaltung  SRAM Dualdrive und Shimano Alfine

  • Rohloff Speedhub 14-Gang-Nabe - ein kleines Wunderwerk

 

Lesen Sie weiter....... 

 

 

Wozu so viele Gänge? 

 

Je nach Gelände, Zuladung, Wind, Einsatzzweck ectr. braucht man zum Fahren mehr oder weniger Kraft.  Ein zu großer Gang über eine längere Strecke übersäuert die Muskeln und schwächt die Kondition.

Mit dem Auto fährt man ja auch nicht im großen Gang untertourig einen Berg hoch - sondern schaltet herunter, um den Motor nicht zu überlasten.

deshalb:

  • nicht mit zuviel Kraft in die Pedale treten - lieber rechtzeitig schalten

  • Mit ca.  60 bis 80 Kurbelumdrehungen pro Minute fahren Sie am besten - das spart Kraft und schont Gelenke und Muskulatur.  (Sportler fahren höhere Trittfrequenzen) 

  • je nach Kondition kann man Teilstrecken gerne mit mehr Anstrengung  fahren - z. B. am Ende des Berges nochmal richtig "Gas geben" - man sollte sich aber dabei nicht verausgaben.

 Was nützt es, wenn Sie sich am Berg so anstrengen, dass Sie oben eine Pause brauchen.

Auf längenen Touren und unterschiedlichen Untergrund sind viele Gänge mit möglichst großen Übersetzungsverhältnis von Vorteil.

 

 

 

 

 

 

 

 Wegstrecken pro Kurbelumdrehung bei den verschiedenen Schaltungen - gerundete Zirka-Werte - abhängig von der Bereifung und der Zähnezahl von  Kurbel und Ritzel.  Die Schaltungen sind weiter unten beschrieben.

Hinweis: Ein Freizeitfahrer  (Trekkingrad, Tourenrad, Crossrad) , der nicht nur auf Asphalt fahren will,  braucht einen kleinen Gang von max. 1,80 m Wegstrecke/Kurbelumdrehung.   Das Übersetzungsspektrum sollte min. 500 % haben(Erfahrungswerte) - Weniger als 500% sind ein Kompromiss.

Für gut trainierte Rennradfahrern (Asphalt) gelten andere Maßstäbe.

 

  

 Fahrradtyp

Übersetzungsspektrum

Wegstrecke/Kurbelumdrehung     beim 28" Trekkingrad/Crossrad

26" Mountainbike mit 27-Gang Kettenschaltung

ca. 530 %

ca. 1,5 bis  8,0 m

28" Trekking-/Crossrad mit 27-Gang Kettenschaltung

ca. 530 %

ca. 1,75 bis 9,20 m

28" Rennrad **

ca. 360 % 

ca. 2,60 bis 9,10 m (3-fach-Kurbel)

ca. 2,85 bis  8,90 m (Kompakt-Kurbel) mit 27-er Kassette 2,70 - 8,90 m

 

7- oder 8-Gang Nabenschaltung

nur ca. 320 %  (interne Übersetzung 8-Gg. Nabe = ca. 0,52 bis 1,62)

ca. 2,50 bis 7,60 m

9-Gang Nabenschaltung

nur ca. 340 %

ca. 2.40 bis 8,00 m

11-Gang Shimano Alfine Nabenschaltung  (ab 2011)

nur ca. 406 % - zwischen 1. u. 2. Gg. ist ein Riesensprung von 29,2%!!  Für Trekkingfahrer ist die Übersetzung nicht ausreichend. (Erfahrungswert). Der kleinste Gang ist zu lang, der Sprung zum 2. Gang ist sehr groß.  Interne Übersetzung ca. 0,527 bis 2,14 

ca. 2,25 bis 9,1 Meter.

Shimano Alfine 16-Gg.  (8-Gg. Nabe + 2-fach-Kurbel Kombischaltung

460 % Übersetzung. Wird inzwischen kaum mehr verbaut  (für viele Fahrer reichte die Übersetzung nach eigener Erfahrung nicht aus)

ca, 1,95 bis 8,95 m

NuVinci - Nabe - stufenlose Übersetzung

ca. 340 % -  als Tourenrad zu wenig

ca. 2,40 bis 8,00 m

Sram Dualdrive  (3-Gg. Nabe + Kettenschaltung kombiniert)

540 %  - als Allroundrad gut geeignet

 

ca. 1,75    bis 9,20 m

Rohloff Speedhub 14-Gang Nabe (28" Trekkingrad)

keine Schaltungseinstellung nötig. 

526 %.   Die einzige Nabe mit Allroundübersetzung.  (Stand 2011) gleichmäßige Abstufungen - je13,6%. Interne Übersetzung 0,279 bis 1,467.

ca. 1,75 bis 9,20 -  siehe auch www.rad-lager.de/uebersetzung.htm  

Truvativ Hammerschmidt Getriebekurbel mit Kettenführung. Für Downhill-/Enduro MTBs.

1,6 fache Übersetzung in der Kurbel. kombiniert mit einer 9-fach Kassette ergibt sich die Übersetzungsbreite von 500 %.  

ca. 1,5 bis 7,5 m (MTB)

www.rad-lager.de/hammerschmidt.jpg

 

 

 

Kurbeln - Innenlager  (Tretlager)

 

Bei Kurbeln unterscheidet man neben der Baureihe  (z. B. Schimano Alivio, Deore, LX, XT....)

  • die Art der Verbindung von Kurbel und Tretlagerwelle  (Vierkant, Vielzahn)

  • die Ausbildung der Kurbelarme  (Hohl oder Vollmaterial). Hollowtech (Shimano) bedeutet, dass die Kurbelarme  hohl sind.  Dadurch wird die Kurbel bei gleicher Belastbarkeit leichter.

  •  die Lage der Kugellager (innenliegend, außenliegend). 

Die bekanntesten Kurbelhersteller sind ShimanoTruvativ (Sram)  - FSA - . (auch Suntour, Campagnolo u. andere).

 

Verbindung zwischen Kurbel und Lagerwelle.

 

4-kant Tretlager und Kurbeln: Die Tretlagerwelle ist aus Vollmaterial - die Kurbel wird über ein Vierkant befestigt. Die Welle hat "nur" 16 mm. Solche Tretlager sind günstige rund weniger belastbar als hochwertigere Bauarten.

 

 

Vielzahnkurbeln: z. B. Shimano Octalink oder Truvativ Isis Tretlager/Kurbeln:  Tretlager und Kurbeln haben eine Verzahnung. Die Welle ist eine Hohlwelle mit größerem Durchmesser als "Vierkanttretlager". Dadurch ist die Verbindung stabiler - die Kurbel steifer als bei Vierkantkurbeln.

 

 

Kurbeln  mit außenliegenden Lagern + Pressfit: haltbarste Technik.

z. B. Shimano Hollowtech II, Shimano 2-piece oder Tuvativ GXP (Giga-X-Pipe) FSA MegaExo , Pressfit-Lager

 

  • Rechte Kurbel und Lagerwelle sind (meist)  fest verbunden  - da kann sich nichts lösen

  • Kurbel und Welle sind über ein stark belastbares Vielzahnprofil verbunden = extrem belastbar.

  • Die Welle ist hohl und hat einen großen Durchmesser (meist 24 mm) = belastbarer

  • Die Lagerschalen sind weit auseinander liegend - dadurch sind die Lager auch weiter auseinander = stabiler und steifer

Diese Technik ist wohl das haltbarste, was derzeit auf dem Markt ist. 

 

 

 

 

Rohloff Speedhub 14-Gang Nabenschaltung

DIE Sorglosschaltung

Der einzige Nachteil dieser Schaltung ist der etwas höhere Preis, der aber durch die einzigartige Technik und die extrem lange Lebensdauer  gerechtfertig ist.

In einem Satz gesagt:   Die Rohloffnabe kostet mehr Euro - andere Naben kosten mehr Schweiß

 ==> FAHRRAD-ANGEBOTE mit Rohloff - hier klicken <==

 

  • Unvergleichlicher Schaltkomfort

  • Nie mehr eine verstellte Schaltung -

  • unverwüstlich

  • leichtgängig wie eine Kettenschaltung - erfahrungsgemäß ist man mit der Rohloff-Schaltung sogar durchschnittlich 2-3 km/h  schneller unterwegs als mit Kettenschaltungen: Man schaltet häufiger und schneller und ist deshalb immer in der passenden Übersetzung.

  • Ein technisches Meisterwerk.  (das geben sogar die führenden Schaltungshersteller zu)

 

Ein absolutes Sorglos-Produkt für Fahrer, die fahren wollen, ohne sich Gedanken zu machen.

Zu erwartende Lebensdauer lt. Internet-Ratgeber.de  120.000 km !  - das ist die 3 bis 6-fache Lebensdauer einer "normalen" Nabenschaltung lt. radratgeber.de

Die Lebensdauer von Kette und Zahnrädern ist um ein Vielfaches höher als bei Kettenschaltungen. Zudem ist der Wechsel von Kette und Ritzel weit weniger kostspielig als bei Kettenschaltungen. Die Lebensdauer ist (wie bei Kettenschaltungen auch) stark abhängig von Pflege und Einsatz.

Ein Kunde hat mit einer Kette von 2003 bis 2009 über 45.000 km zurückgelegt. 

 

Diese Nabe verbindet

 - die Vorteile von  Kettenschaltung

  • hoher Übersetzgungsbereich  von 0,28 bis 1,5-facher Übersetztung = 526 % - entspricht einer 27-Gang-Kettenschaltung

  • kleine Übersetztungsabstufungen - jeder Gang ist nur  13,6 % vom anderen Gang entfernt.

  • hoher Wirkungsgrad - vergleichbar mit der Kettenschaltung  (in der Regel ist man mit Rohloff sogar schneller - man schaltet einfacher und deshalb auch öfter.

- mit den Vorteilen einer Nabenschaltung

  • einfache Bedienung mit nur 1 Drehgriff

  • gut geschützt in der Hinterradnabe

  • wesentlich geringer Ketten- und Zahnradverschleiß

  • Immer optimale Kettenlinie

  • schaltet sicher bei jedem Wetter

  • geringe Wartungskosten

und ist dazu noch unverwüstlich und auch für starke Belastung vorgesehen.

 Wer einmal Rohloff fährt, bleibt dabei.

Schaltung: Rohloff Speedhub 500/14 - unvergleichlich - unverwüstlich

14 Gänge - 14 Argumente

1. Hochleistungs-Getriebenabe - langlebig - leichtgängig - hochbelastbar

2. optimal geeignet für Leistungssport - durch großen Übersetzungsbereich und eng gestufte Gänge kann man in der optimalen Trittfrequenz fahren

3. komfortabel im Alltagsgebrauch - einfache Handhabung - nur 1 Drehgriff mit Ganganzeige

4. hochbelastbar - die Rohloff Speedhub Nabe ist für höchste Belastung geeignet - sogar für Tandembetrieb

5. leichtgängig wie eine Kettenschaltung - Wirkungsgrad bis 99 %

6. Übersetzungsbereich und effektive Gängezahl einer 27-Gang Kettenschaltung

7. schaltet schneller und sicherer als jedes andere System - Gänge einzeln oder mehrere Gänge auf einmal schaltbar

8. gleichmäßige Abstufung aller Gänge - 13,6 % Unterschied von Gang zu Gang, insgesamt 526 % Gesamtübersetzung

9. kinderleicht zu bedienen mit nur einem Drehgriffschalter - im Stand und während der Fahrt schaltbar

10. einstellungs- und wartungsfrei über Tausende von Kilometern - modernste Getriebetechnik mit Ölbadschmierung. Die Gänge rasten im Getriebe ein - keine Schaltungseinstellung notwendig.

11. zuverlässig und langlebig - weltweit erfolgreich bei den härtesten Rennen.

12. preiswerter Antrieb für aktive Vielfahrer -  Betriebskosten auf 10000 km bezogen nur 0,63 Cent/km  /Kettenschaltung 2,7 Cent/km

13. optimales Gewichts-/Stabilitätsverhältnis - nur ca.  120 g pro Gang  - 7-Gang-Nabe = 250 Gramm/Gang, 27-Gang-Kettenschaltung 100 Gramm/Gang)

14. extrem stabiles Laufrad - durch 32 Speichen und die weit auseinanderliegende  Nabenflanschen ist das Laufrad hochbelastbar

Weitere Infos zur Rohloffschaltung (Gangabstufung, Gewicht) - siehe   ==> www.rad-lager.de/rohloffvorteile.htm 

 

 

Kettenschaltungen Wirkungsweise - Vorteile - Nachteile

 

 

10-fach-Schaltungen am Mountainbike - sinnvoll?

Seit 2011 hat Shimano 10-fach Schaltungen MTB-Schaltungen  (20- und 30-Gang). Die Schalthebel haben KEINE Schaltanzeige mehr. 

Bei Trekkingrädern wird weiterhin auch 9-fach gebaut  (=27-Gang mit Schaltanzeige)

Die 20-Gang (2x10) halte ich für Race-MTBs  und gut trainierte Fahrer für sinnvoll  (siehe Vorteile unten).

Die 30-Gang ist bei Shimano m. Meinung nach kein wirklicher Fortschritt.

Das Übersetzungsspektrum ist KLEINER als bei der 27Gang-Schaltung.  Das Kettenblatt vorne musste größer werden  (Schaltwerkkapazität)

Kleinster Gang:

  • 30-Gang-Schaltung:  Kettenrad vorne = 24 Zähne, Ritzel hinten = 36 Zähne.

  • 27-Gang-Schaltung:  Kettenrad vorne = 22 Zähne, Ritzel hinten = 34 Zähne.

Im größten Gang ändert sie die Übersetzung nicht  (44/11)

30-Gang hat durchaus Nachteile:

  • Die Ritzel der Kassette sind noch enger beieinander  - die Schaltung reagiert dadurch sensibler auf nicht genau eingestellte Schaltwerke.

  • Der rechte Shimano XT Schalthebel schaltet nur noch  max. 3 Gänge am Daumenschalter - bei der 27-Gang waren es 4 Gänge.

  • Zudem hat der Schalthebel keine Schaltanzeige mehr.

  • durch die sehr engen Zahnräder muss das ==> Schaltauge <== noch genauer kontrolliert und nachjustiert werden.

 

Meine Meinung: 30-Gang muss man nicht haben - es wird aber kein Weg daran vorbei führen. 

aber mich fragt ja keiner   

 

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Sram hat mit der 20-Gang  Sram XX in 2010 den Anfang gemacht. Diese Schaltung hat vorne 2, hinten 10 Zahnräder. Durch die Zähnezahl hinten von 11-36 ergibt sich nur ein geringfügig kleineres Übersetzungsspektrum als bei 27-Gang-Schaltungen.  Die Sram XX ist (war) in 2010 die absolute Top-Gruppe der Wettkampfschaltungen - aber auch sehr teuer. Diese Schaltung ist gigantisch  und schaltet auch unter großer Last noch sauber.

Der Vorteil der 20-Gg.Schaltung ist, dass man vorne wesentlich weniger schalten muss, weil hinten ein größeres Übersetzungsspektrum zur Verfügung steht. Dadurch ist die Schaltung schneller und "übersichtlicher" zu Schalten.

 

 

Wozu soviel Gänge ?  21 oder 24 Gänge reichen doch auch?

Nicht  die paar Gänge mehr machen den Unterschied - sondern die Qualität der Schaltung. 

Die Spitzenschaltungen haben nicht nur mehr Gänge - sie schalten leichter und flüssiger als billigere Schaltungen!

 

Vorteile von Kettenschaltungen:

  • großer Übersetzungsbereich - kleine Abstufungssprünge

  • besserer Wirkungsgrad. Bei einer Nabenschaltung geht einiges an Kraft verloren (Ausnahme Rohloff Nabe)

  • geringere Kosten im Vergleich zur Gängezahl* - eine 24-Gang-Schaltung ist in etwa Preisgleich mit einer 7-Gang-Nabenschaltung.  

Nachteile von Kettenschaltungen:

  • größerer Ketten- und Zahnradverschleiß

  • höherer Wartungsaufwand - z. B. Einstellen der Schaltung

  • nicht im Stand schaltbar

  • Bedienung über 2 Schalthebel

  • Extrempaarungen der hinteren und vorderen Zahnräder sollten vermieden werden, damit die Kette nicht zu schräg läuft.

Wirkungsweise von Kettenschaltungen:

Die Übersetzung wird durch das Umlegen der Kette auf verschiedene Zahnräder eingestellt.

An der Hinterradnabe sitzt die Kassette mit 7 bis 10 Ritzeln (bei Rennrädern bis 11). Das Schaltwerk legt die Kette auf die verschiedenen Ritzel.

 

An der Kurbel sitzen 2 oder 3 Kettenräder, die Kette wird mit dem Umwerfer hin und her geschaltet.

Durch die Kombination von z. B.  3 Kettenrädern vorne mit 9 Ritzeln hinten hat man theoretisch 27 Gänge. Praktisch überschneiden sich die Gänge aber - die Kette soll auch nicht zu schräg laufen, sodass am Ende ca. 15 wirksame Übersetzungen möglich sind.

 

 

Das Schaltwerk ist am Schaltauge befestigt - dieses sollte auswechselbar sein.

Als Service für meine Kunden habe ich die Schaltaugen fast aller "meiner" Räder vorrätig - siehe www.rad-lager.de/schaltaugen.htm

Schalthebel:

Über die Schalthebel wird das Schaltwerk (hinten) und der Umwerfer (vorne an der Kurbel) betätigt und die Kette auf ein anderes Zahnrad umgelgt.

  • Drehgriffschalter:  werden meist nur in günstigeren Rädern montiert.  (mit ein paar Ausnahmen)

  • Schalten mit Zeigefinger und Daumen - exakt und leichtgängig. Das sind die beliebtesten Schalthebel. z. B. Shimano Rapidfire  oder Sram Trigger.

  • Schalten mit dem Bremsgriff und einem zusätzlichen Schalthebel. (z. B. Shimano Dualcontroll) Bei Rennradschaltungen sind diese Schalthebel schon länger üblich. Bei "normalen" Lenkern hat Shimano ca. 2006 auch Dualcontroll-Schalthebel eingeführt - diese haben sich aber nicht durchgesetzt.   

 

 

Hersteller von Kettenschaltungen (die beiden wichtigsten)

 

Shimano: der bekannteste Hersteller von Fahrradteilen. Baut Schaltungen in allen Preisklassen, angefangen von billigen Komponenten, bis hin zu absoluten Hightech-Schaltungen.

Sram        : eine ernstzunehmende Konkurrenz für Shimano. Sram bietet neben den Trigger-Schalthebeln (Daumenschalter) auch Drehgriffe an. Zum Sram-Konzern gehören neben den Sram-Schaltungen noch Rock-Shox (Federgabeln, Dämpfer) und Avid (Bremsen) und Truvativ (Kurbeln). Sram hat auch den deutschen Schaltungshersteller Sachs (Fichtel & Sachs) geschluckt.  

 

 

 

Einteilung von Kettenschaltungen nach Klassen wobei die günstigsten Teile die Klasse bestimmen - nicht die teueren "Blenderteile".

Einsteigerschaltungen   (21 Gänge)

  •  z. B. Shimano SIS - wird oft in Billigrädern und Baumarkträdern verbaut

  • Shimano Tourney - bereits eine höherwertige Einsteigerschaltung

 Mittelklasseschaltungen  (24 Gänge) Bieten bereits guten Schaltkomfort

  • z. B. Shimano Alivio: Brauchbare Schaltung für Trekkingrad, MTB

  • Sora: brauchbare Rennradschaltung mit 16 oder 24 Gängen

 

Oberklasseschaltungen<.   Hochwertige Schaltungen für anspruchsvolle Hobbyfahrer.

  • Shimano Deore 27-Gg.

  • Shimano Tiagra Rennradschaltung 

 

Semi-Profischaltungen  (27/30  Gänge - bei Rennrädern 20/30 Gänge)  Hochwertige Schaltungen für sehr anspruchsvolle Vielfahrer und angehende Profis. Hochwertige Kurbeln und Schaltungskomponenten sind verbaut.

  • Shimano LX*  und SLX* -  qualitativ nahe an der Profigruppe XT

  • Rennrad Shimano 105

  • Sram X.7 

Profischaltungen  - MTB/Trekking

  • Shimano XT; die bekannteste Profischaltung

  • Sram X.9 - Top Schaltung für Profis und anspruchsvolle Fahrer

Profischaltungen - Rennrad

  • Shimano Ultegra  10-fach Profi-Rennradschaltung  (20 o. 30-Gang)

  • Sram Rival: 20-Gang Rennradschaltung

  • Campagnolo Athena

 

 

Wettkampfschaltungen  sind das Bestmögliche, was man bei Schaltungen für Geld bekommen kann. Neben überragender Technik und hervorstechender Optik ist geringes Gewicht ein Hauptmerkmal. 

Wettkampschaltungen MTB-Trekking

  • Shimano XTR - der "Platzhirsch"

  • Sram X.0: eine ernsthafte Konkurrenz zu XTR. In Tests oft mit besseren Ergebnissen als XTR

  • Sram XX 20-Gg. MTB-Schaltung.  Eine kleine Sensation auf der Eurobike 2009.

 

Wettkampschaltungen Rennrad

  • Shimano Dura Ace   20 oder 30-Gang Rennradschaltung 

  • Sram Force: 20-Gang Rennradschaltung mit Carbonkurbel und Bremshebeln.

  • Sram RED:  20-Gang Rennradschaltung -

  • Campagnolo Chorus - 22-GangRennradschaltung

  • Campagnolo Record - 22-GangRennradschaltung

  • Campagnolo Super Record - 22-GangRennradschaltung

 

 

Beachte:

 

 Die korrekte Bezeichung für Shimano  LX, XT oder XTR wäre Deore LX, Deore XT, Deore XTR - um eine Verwechslung mit Deore zu vermeiden, werden diese Komponenten nur LX, XT oder XTR genannt. 

Blenderteile: Oft werden an Räder mit günstigeren Schaltungen höherwertige  Schaltwerke der Oberklasse montiert - deshalb wird aus dem Rad aber noch kein Oberklasserad. 

Ein XTR-Schaltwerk wird oft als Blenderteil montiert. Wenn die restliche Ausrüstung nicht mindestens XT ist, sollte der Käufer vorsichtig sein. . 

Ein höherwertiges Schaltwerk kostet oft nciht wesentlich mehr -  

  • Eine komplette 27-Gang Deore-Schaltung kostet aber ca. 150 Euro mehr als eine 24-Gang-Schaltung

  • Eine komplette Shimano 27-Gang LX-Schaltung kostet  ca. 180 Euro mehr als eine Deore Schaltung.

  • Eine komplette XT-Schaltung kostet ca. 250 Euro mehr als eine Deore Schaltung.

  • Eine komplette XTR-Schaltung kostet ca. 800 Eure mehr als eine Deore-Schaltung. 

Merke:

  • Ein 24-Gang-Rad kommt durch ein höheres Schaltwerk nicht in die Oberklasse.

  • Ein Deore-Rad wird durch ein XT oder XTR-Schaltwerk nicht zum Profibike.

 

Nabenschaltungen: (7, 8, 9-Gang Nabe + NuVinci Nabe - stufenlos

 

Zu erwartende Lebensdauer von 7, 8, 9-Gang-Naben liegt (bei Einhaltung der Wartungsintervalle) bei 20.000 km (lt. Internet-Ratgeber und eigener Erfahrung)Der extrem haltbaren Rohloff Speedhub 14-Gang-Nabe ist weiter oben ein eigener Absatz gewidmet

Shimano bringt zur Saison 2011 die 11-Gang Shimano Alfine. Diese hat 406 % Übersetzungsverhältnis. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung - reicht aber nicht aus. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass eine Schaltung unter 500 % Übersetzungsspektrum für Trekking- und Tourenfahrer zu wenig ist. Selbst die Alfine 16-Gang Kombischaltung mit 460 % hat sich nicht durchgesetzt.

Ein Freizeitfahrer braucht einen kleinen Gang, mit dem man max.  1,80 Meter pro Kurbelumdrehung kommt.  Bei der Shimano Alfine Nabe sind es (bei 28" Trekkingräder) ca. 2,35 m (je nach Bereifung).  Es fehlen unten praktisch 3-4 Gänge - damit ist diese Nabe keine wirkliche Konkurrenz für die Rohloff-Nabe.

 

Vorteile von Nabenschaltungen:

  • lassen sich auch im Stand schalten

  • Bedienbar über nur 1 Schalthebel

  • Die Schaltung liegt gut geschützt in der Nabe

  • Weniger Kettenverschleiß

  • geringere Wartungskosten

  • oft mit Rücktrittbremse - technisch ist das kein Vorteil - nur eine Gewöhnungssache.

Nachteile von 7, 8 und 9-Gang Nabenschaltungen.

  • höherer Preis als Kettenschaltungen im Vergleich zur Gängezahl

  • nicht für starke Belastung vorgesehen.

  • schlechterer Wirkungsgrad - es geht relativ viel Kraft verloren. siehe Info weiter unten.

  • geringerer Übersetzungsbereich und größere Abstufungssprünge  -

  • relativ schweres Bauteil

Wer ein Rad mit Kettenschaltung im direkten Vergleich zu einer Nabenschaltung (mit Ausnahme der Rohloff-Nabe) fährt, wird sicher eine Kettenschaltung bevorzugen.

 

NuVinci Nabe mit stufenloser Übersetzung (eine Eintagsfliege?)

Die Nabe schaltet sich sehr gut und leise.   Die Kraft wird durch Reibung übertragen - im Öl sind "Mitnehmer".  Über die Haltbarkeit gibt es keine Erfahrungswerte.  Lt. Internetinformationen gibt der Hersteller eine lange Garantie.

Ein großer Nachteil ist das hohe Gewicht von bisher ca. 4 kg - eine neuere Version soll "nur" noch ca. 2,5 kg wiegen.

Im Modelljahr 2009 wurde des Nabe von etlichen Herstellern verbaut - bereits 2010 hat kaum noch ein Hersteller Räder mit dieser Schaltung im Programm.  Der (vermeintliche)  Vorteil der stufenlosen Schaltung hat beim "Kunden" nicht überzeugt (wobei Fahrer dieser Nabe durchaus zufrieden sind)  Ob sich die Nabe noch etabliert, bleibt abzuwarten.

 

 

 

 

 

Kombination zwischen Kettenschaltung und Nabenschaltung.

 

Beispiele:

Sram Dualdrive-Schaltung

 - eine geniale Kombination von 3-Gang Nabe und Kettenschaltung - allerdings wenig bekannt und wenig verbreitet.

 Eine 3-Gang-Nabe ist mit 8 oder 9 Ritzeln kombiniert (24- oder 27-Gang)

Vorteile der Sram Dualdrive Schaltung:

  • einfache Bedienung

  • Die Gänge sind beliebig kombinierbar

  • die 3 Gänge der Nabe sind auch im Stand schaltbar

  • Einhandbedienung - beide Schalthebel werden mit der rechten Hand bedient (Drehgriff für die Kettenschaltung, Daumenschalter für die Nabe)

  • Wirkungsgrad fast wie bei einer reinen Kettenschaltung - die 3-Gang-Nabe hat kaum Kraftverlust

Nachteile der Sram Dualdrive Schaltung: 

  • Kettenverschleiß wie bei einer Kettenschaltung.

  • Pflegeaufwand wie bei einer Kettenschaltung

  

Shimano Alfine 16-Gang - (hat sich nicht durchgesetzt und wird kaum noch verbaut)

Kombination von 8-Gang Nabenschaltung und 2 Kettenblättern. Dadurch erreicht man einen größeren Übersetzungsbereich als bei der reinen Nabenschaltung - jedoch nicht den einer Kettenschaltung.

Vorteile der Shimano Alfine Schaltung

  • Die Gänge sind beliebig kombinierbar

  • die 8 Gänge der Nabe sind auch im Stand schaltbar.

  • einfache Bedienung

 

Nachteile der Shimano Alfine Schaltung

  • Kettenverschleiß fast wie bei einer Kettenschaltung.

  • Pflegeaufwand höher als bei einer reinen Nabenschaltung

  • etwas schlechterer Wirkungsgrad als eine reine Kettenschaltung.

  • Übersetzungsspektrum für Allroundfahrer zu gering.

 

 

 

 

 

                       

 

 

 

Infos rund um´s Rad.   Nehmen Sie sich die Zeit und klicken sich durch diese Infos.