Riemenantrieb oder Kette bei Fahrrädern?                                                           schaltungsinfos

 

Riemenhersteller loben den Riemen - verschweigen aber die Nachteile

Nicht wegdiskutieren lässt sich =>der spürbare Kraftverlust durch Riemenantrieb 

Die Videos verfehlen KNAPP den Hollywoodood-Standard (sorry - ich bin kein Schauspieler)
Die Ergebnisse sind eindeutig - nachvollziehbar - reproduzierbar

       

Jetzt ist mir auch klar, warum ich keine exakten Herstellerangaben zum Wirkungsgrad finde.


Inhalt dieser Seite:
  (viel zu lesen) 

 

Ich habe einen SEHR kleinen, "speziallisierten" Radladen. Mein "Bestseller" sind Räder mit Rohloff und Pinion (vom Segment her würde der Riemen passen)   

 

                                                   

                    
  

 

 

 

Vorwort: 

... man kann man alles glauben -  muss aber nicht!
  • stimmen Spritverbrauch und Abgaswerte beim Auto ?
  • kann man Forenbeiträgen vertrauen?
  • ein st ein ist die Rente sicher?
  • sind die Aussagen der Riemenlobby alle richtig?
würde jeder alles glauben, wäre die Erde heute noch eine Scheibe!


meine Erfahrung   (Stand Nov. 2017)
  • ich habe inzwischen über 2000 Räder mit Rohloff Speedhub und mehrere hundert Räder mit Pinion-Getriebe verkauft ( für einen kleinen Radladen eine stattliche Anzahl )
  • in einer Kartei/Statistik erfasse ich neben den Seriennummer und der Ausstattung der Räder auch die Kilometerleistung der Fahrer (wenn z. B. jemand neue Antriebsteile bestellt...)
  • diese Seite hat durchschnittlich über 5.000 Besucher/Monat mit vielen Rückmeldungen der Leser
  • ich lese natürlich auch Tests - vertraue aber mehr auf eigene Versuche und meine Erfahrung.

Ihre Erfahrungen mit Riemenantrieb sind mir wichtig

  • wie zufrieden sind Sie - gab es Probleme mit dem Riemenantrieb?

  • wie lange hat Ihr erster Riemen gehalten? Wie lange der zweite Riemen?... usw.

  • Wann mussten die Scheiben  gewechselt werden?

  • welches Riemensystem nutzen Sie

Nutzen Sie das    =>Kontaktformular oder per Email an 
Ihre persönlichen Daten speichere ich nicht ab und beandle sie natürlich absolut vertraulich.

 


 


Kraftverlust Kette vs. Riemen

Riemenantrieb schluckt Leistung !

  • von Riemenherstellern habe ich nur schwammigen Angaben gefunden:   ".. der Riemen ist etwas weniger effizient..."  oder  "..der Wirkungsgrad ist nahe der einer Kette..."
  • ich finde nur Angaben zur  guten  "inneren Reibung"  des Riemens  - Angaben zur "Gesamtreibung" habe ich bisher nicht gefunden.
  • solche Aussagen sind wenig aussagekräftig und (bewusst?) nicht greifbar.  

Die Videos verfehlen KNAPP den Hollywoodood-Standard (sorry - ich bin kein Schauspieler)
Die Ergebnisse sind eindeutig - nachvollziehbar - reproduzierbar

       

Jetzt ist mir auch klar, warum ich keine exakten Herstellerangaben zum Wirkungsgrad finde.

 https://www.rad-lager.de/riemenantrieb.htm#ursachen 

Video 1: Kraftbedarf Riemen vs. Kette

  • der Kraftbedarf zum Drehen der Kurbel ist um ein Vielfaches höher 
  • der Riemen läuft bei weitem nicht geräuschlos
  • ich bekam Einwände von der  Riemenlobby 
     ..bei Belastung und sportlicher Fahrweise wäre der Riemen aufgrund geringerer innerer Reibung  besser...   eine Kette würde durch durch Dehnung/Verschleiß  an Wirkungsgrad verlieren
  • diese Einwände habe ich in weiteren Versuchen entkräftet 

Video 2: Riemen vs. neue Kette und alte Kette

  • bei gleicher Antriebsleistung ist die erreichte Geschwindigkeit  bei verschiedenen Belastungen mit Kette immer deutlich größer
  • eine alte, verrostete Kette hat einen schlechteren Wirkungsgrad als eine neue Kette, ist aber immer noch besser als der Riemen.
  • wer möchte, kann die folgenden Werte gerne in Watt umrechnen.
  • Mit Kette   :   das Gewicht (5 kg*) wird in 0,8 Sekunden* um 2,20 m* hochgezogen.
  • Mit Riemen:  das Gewicht (5 kg*) wird in 1,0 Sekunden* um 2,20 m* hochgezogen.
  • Ich habe den Test auch mit einem Gewicht von 3 kg  und 10 kg gemacht, das Ergebnis ist immer gleich. Die Kette ist in allen Situationen schneller.

Video 3: Reibungsverluste  Kette vs. Riemen

  • die Riemenlobby  behauptet, der Riemen hätte eine geringere "innere**" Reibung als eine Kette.  Bei geringer Leistung wäre die Kette aufgrund der nötigen Riemenspannung im Vorteil,  bei höherer Leistung (höherer Geschwindigkeit) wäre der Riemen besser als eine Kette.
  • würde das stimmen, müsste der der Kettenantrieb bei hoher Vorspannung schlechter abschneiden  als der Riemenantrieb.
  •  Aber bei allen Versuchen lt.  Video 3  ist die Kette bei jeder Vorspannung effektiver.
  • *für den Wirkungsgrad ist aber die  Gesamtreibung (innerer + äußere)  wichtig,  und diese ist beim Riemen unter allen getesteten Bedingungen höher als bei der Kette.
Der Ø-Zeitverlust mit Riemen  beträgt - sehr vorsichtig gerechnet  ca. 3 Stunden**  gegenüber Kette (auf 1000 km)  - dem gegenüber stehen ca. 10 Minunten Aufwand zum Schmieren und Spannen der Kette.

** bei mehr/weniger gut trainierten Fahrern ist der Zeitverlust kleiner/größer

Warum spürt man den Kraftverlust beim Fahren nicht?


 

 

Ursachen für den den Kraftverlust - Reibung!

  • beim Riemen entsteht duch die Walkwirkung eine innere Reibung.
  •  
  • Beim Eingreifen des Riemen in die Riemenscheiben entsteht auch eine Reibung - bzw. der Kette in die Zahnräder.
  • Reibung ist das Produkt aus Kraft x Reibungskoeffizient (Reibungszahl).  Die Reibung steigt linear zur Kraft. 
  • Die nötige Vorspannung erzeugt eine Kraft von ca. 40 kg auf den Riemen.  Alleine diese Kraft ergibt einen uneinholbaren Vorsprung für der Kette.
  • Die „Pedalkraft“ addiert sich zu der Vorspannung und verstärkt die Reibung des Antriebes.
  • die Behauptung, der Riemen hätte bei höherer Last eine geringere Reibung und wäre bei höherer Geschwindigkeit im Vorteil , steht im Widerspruch zum Ergebnis von Video 3: Reibungsverluste  Kette vs. Riemen

 

 

 

Ich bin der Meinung, dass es besonders die innere Reibung ist, die den Riemen abbremst.

Um den Riemen von der kreisrunden Ausgangsstellung auf Riemenscheibenradius zu bringen, muss man je nach Scheibendurchmesser - eine Kraft von 250 bis 400 Gramm aufwenden.  Bei der Kette ist nahezu keine Kraft nötig.

Eine Messung bei der Kette unter Belastung ist praktisch nicht möglich - die Behauptung, bei Belastung wäre der Riemen besser - ist gut gewählt, weil nicht widerlegbar. 

 

Ergebnis meiner Tests:  Kettenantrieb ist IMMER effektiver.

Der  Test-Downloads auf www.friction-facts.com  (Englisch/kostenpflichtig) kommt zum gleichen Ergebnis:  „Der Riementrieb als "System" ist mit der nötigen Vorspannung immer weniger effizient als ein Kettentrieb, unabhängig von der Fahrerleistung“ .


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Interessenten können gerne kommen und sich selbst anhand des Modelles überzeugen.  

Einfacher Versuch zum Nachweis des Kraftverlust bei Riemenantrieb.

Schieben Sie  ein  Fahrradad mit Riemenantrieb vorwärts und rückwärts.
  • Vorwärt schiebt sich das Fahrrad leicht
  • Rückwärts geht es deutlich schwerer  (rückwärt läuft der Riemen mit, vorwärts nicht)
  • der unterschiedliche Kraftbedarf liegt am Kraftverlust des Riemenantriebes.
  • bei Kettenantrieb ist kein Kraftverlust feststellbar - vorwärts/rückwärts geht gleich leicht

Fahrrad bei Gefälle rollen lassen  (vorwärts vs. rückwärts)

  • vorwärts fängt das Fahrrad bereit bei unter ca. 0,5  %  Gefälle zu rollen an.
  • rückwärts sind ca. 1,5 % Gefälle   nötig, erst dann rollt das Rad (rückwärts läuft der Riemen mit).
  • Die Bremswirkung des Riemens wird durch den Rollfversuch ganz deutlich.

  

Beachten Sie auch meine Seite  Leistungsbedarf beim Fahren


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Warum spürt man den Kraftverlust des Riemens beim Fahren nicht?

  • eine Steigung von nur 0,5%  nimmt man beim Fahren gar nicht als Steigung wahr - aber der  Zeitverlust beträgt ca. 3 Stunden/1000 km.
  • eine eine schräg laufende Kette bei Kettenschaltungen spürt man auch nicht - aber "nur" 4 Zahnräder neben der Ideallinie  ergeben einen Zeitverlust von 140 Min/1000 km
  • ein  3-Watt-Nabendynamo ist beim Fahren nicht zu spüren - verbraucht aber über 4 Watt Energie  (3 Watt Strom bei einem  Wirkungsgrad von ca. 72 %).
  • durch die Freude am neuen Rad (Motivation) ist man evtl. sogar schneller als mit dem alten Rad. Das hat aber nichts mit dem Riemenantrieb zu tun (mit Kette wäre man auch, bzw. noch schneller)

 

*Durschnittswerte für relativ gut trainierte Freizeitfahrer. Bei mehr/weniger gut trainierten Fahrern ist der Zeitverlust kleiner/größer.

 

 

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Antriebsmodell (Versuchsaufbau) zur Messung des Kraft- und Geschwindigkeitsverlustes bei Riemenantrieb.



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Anmerkung zu dem   Test auf www.friction-facts.com

Dieser Test ist sehr spezifisch und für Laien schwer verständlicher - er hat mich zu eigenen Versuchen inspiriert.  Ohne mich selbst zu loben: Meine Test sind leichter verständlich und nachvollziebar.

Die Videos verfehlen KNAPP den Hollywoodood-Standard (sorry - ich bin kein Schauspieler)
Die Ergebnisse sind eindeutig - nachvollziehbar - reproduzierbar 

     

 

Der  Test auf www.friction-facts.com kommt zum Endergebnis:  "Kette ist immer effektiver".

lt. Test weißt der Kettenantrieb nahezu keine Reibung auf, wenn keine Vorspannung angebracht ist, während der Zahnriemenantrieb immer noch 1,73 Watt verbraucht.

Die Aussage des Tests  - die Reibung nähme mit zunehmender Leistung bei der Kette um den Faktor 4 schneller zu als beim Riemen"   - ist mit Sicherheit falsch, bzw. physikalisch unmöglich.

Warum muss diese Aussage falsch sein?

  • die Reibung steigt IMMER linear zur Kraft: die doppelte Kraft ergibt doppelte Reibung, dreifache Kraft ergibt dreifache Reibung. (egal ob bei Riemen oder Kette)
  • die Reibung der Kette kann gar nicht um den Faktor 4 schneller steigen.  
  • Zudem steht diese Aussage im Widerspruch zum Endergebnis: „Der Riementrieb als "System" ist mit der nötigen Vorspannung immer weniger effizient als ein Kettentrieb, unabhängig von der Fahrerleistung“.
  • Deshalb wiederhole die Aussage meines Vorwortes:  Man kann alles glauben - muss aber nicht!  


Grund für das falsche Einzelergebnis ist wohl folgende Fehlinterpretation:
  • der Riemen hat eine Vorspannung von ca. 40 kg - die Kette von ca. 2 kg
  • Vorspannung und Tretkraft addieren sich zu eine Gesamtkraft
  • die Reibung hängt von der Gesamtkraft ab
  • nach folgender Tabelle ist die Riemenspannung wird der Unterschied bei hoher Tretkraft prozentual geringer. (was auch logisch ist - mit  200 PS spürt man eine Steigung auch weniger als mit 40 PS)
Mein Versuch  Video 3: Reibungsverluste  Kette vs. Riemen    zeigt eindeutig, dass die Reibung bei der Kette auch bei hoher Leistung und Vorspannung besser sind als beim Riemen.

 

Die "Tretkraft" addiert sich zur Vorspannung - siehe Beispiele
Kraft am Riemen
durch Pedalkraft
Vorspannung + Tretkraft
Zugkraft bei Riemen
Vorspannung + Tretkraft
bei der Kette
Faktor (ca.)
5   kg 45 kg 7 kg 6-fach
70 kg 110 kg 72 1,5 fach

 






Haltbarkeit Kette vs. Riemen

Update Okt. 2017: die Rückmeldungen von Lesern dieser Seite über frühzeitigen Riemenverschleiß und Riemenrissen gehen zurück.  (Kinderkrankheiten beseitigt?) 
 


Der Vergleich eines teuren "Riemenrades" mit billigen Kettenschaltungsrädern ist unseriös.


Hier ist ein "Vergleich auf Augenhöhe"

Kettenhaltbarkeit  am Beispiel meiner Rohloff-Räder
(sehr viel Erfahrung durch über 2000 Räder im Kundenkreis)   
  • Vor der Auslieferung schmiere ich die Kette von neuen Rädern SEHR GUT.
  •  Für eine Kette sind 20.000 km und mehr sind keine Seltenheit.
  • ein Kunde ist von 2003 bis 2009 sogar 43.000 km mit einer Kette gefahren. 
  • Manche Kunden wechseln die Kette "schon" nach 5.000 km  (kostet ja nicht viel)
  • Durchschnittlich bleibt eine Kette für 9.600 km auf dem Rad
  • Ritzel und Kettenblatt werden bei durchschnittlich 23.000 km fällig
  • bei KEINEM meiner 1500-2000 Rohloffräder ist die Kette frühzeitig gerissen (soviel ich mich erinnern kann, ist überhaupt noch keine Kette gerissen).
 Das sind Durchschnittswerte. Je nach Pflege und Fahrstrecke* ändern sich die Haltbarkeit stark. Sandige Strecken führen zu schnellerem Verschleiß  (auch bei Riemenscheiben)

 
Kunststoffe werden durch UV-Strahlen, Kälte, Witterung etc. spröde. 
die  Bedienungsanleitung empfiehlt..
  • den Riemen regelmäßig zu wechseln.....
  • auch wenn die Laufleistung noch nicht erreicht ist.  
 
Riemenhaltbarkeit bei neuen Rädern:
  • die Riemenscheiben sind noch neu,  der Hinterbau hat auch noch seine Spannung - der Fahrer geht vorsichtig mit seinem neuen Rad um.
  • Manche Riemen halten sehr lange - aber auch Riemenrisse nach weniger als 1000 km sind möglich (Sogar in Tests kam es schon zu mehreren Riemenrissen)  
  • Hält ein Riemen durchschnittlich wirklich länger als eine Kette? 
Riemenhaltbarkeit bei älteren  Rädern
  • auch die Riemenscheiben nutzen sich ab - die Zähne nutzen sich ab und werden kantig. 
  • die Spannung des Hinterbaues lässt nach - die Riemenscheiben fluchten dann nicht mehr ganz genau.
  • Mit steigendem Alter lässt die Sorgfalt der Fahrer meistens nach.
  • bei älteren Rädern ist die Haltbarkeit von Riemen  geringer als bei neuen Rädern. . 
Update Okt. 2017: die Rückmeldungen von Lesern dieser Seite über frühzeitigen Riemenverschleiß und Riemenrissen gehen zurück.  (Kinderkrankheiten beseitigt?) 
 



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Wartung von Riemen und Kette..

Die ausführlichen Pflege- und Sicherheitshinweise der Riemenhersteller sprechen für sich. 

 

Kettenwartung

  • das Schmieren einer Kette dauert ca. 20 Sekunden
  • das Spannen dauert wenige Minuten 
  • die Arbeiten sind für jeden machbar - die Kette ist unempfindlich.
  • auf 1000 km gerechnet braucht man für die Kettenpflege ca. 10 Minuten - die längere Fahrzeit mit Riemen beträgt aber mehrere Stunden.

  

 

 

 

 

 

 





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Diverse Riemenantriebe

Kettenantrieb bei Fahrrädern gibt es seit ca. 1890.

  • Ein Rad mit Kettenantrieb läuft über viele Jahre.
  • Ketten sind günstig und die Konkurrenz ist groß.
  • Ketten sind kürzbar - man ist nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden.    
 
In der Vergangenheit gab es schon Riemenversuche, Kardanantrieb, Zahnradantrieb.... alle ohne Erfolg
Warum werden noch neue Riemenatriebe  entwickelt..
  • Riemen sind  teuer und man muss als Ersatz genau den gleichen Riemen kaufen.
  • natürlich wurde der Riemen nur zum Vorteil des Kunden entwickelt - nicht aus Gewinnabsicht :-)
  • ein Reiz des Riemens:  Er ist neu - anders - exclusiv
  • hätten alle Räder einen Riemen, wäre die Kette etwas Besonderes

 
Warum wechselt 2016 mindestens ein großer Fahrradhersteller von Gates zu Conti?
Warum baut Conti 2016 auch Carbonriemen?
 

 

 

 

 

Aktuelle Riemenantriebe..

Gates Carbondrive
Ca. 2010:

  • der Gates Carbondrive Riemen wird im Fahrradbau eingesetzt.
  • durch eingearbeitete Carbonfasern dehnt sich der Riemen sehr wenig – ist aber sehr empfindlich
  • die Riemenscheiben sind aus Aluminium/Stahl
2012-2015:
  • der  Centertrack-Riemen mit Zwangsführung soll das Herabspringen des Riemens verhindern.
  • Wegen Korrosion/Verschleiß von Scheiben und Riemen werden Edelstahlscheiben eingeführt

 

 

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Conti Drive System

2015:

  • Conti setzt auf Aramidfasern, da diese nicht so empfindlich sind wie Carbonfasern.  (Gates hat anfangs auch mit Aramidfasern experimentiert – diese Technik dann aber verworfen)
  • Die Scheiben sind aus Alu oder Alu/Kunststoff.
  • Durch größere Zähne benötigt der Riemen eine geringere Vorspannung
  • Es gab einige Prototypen – in Serie wurden m. Wissens keine Räder gebaut
2016:
  • Conti will nun auch Riemen mit Carbonfasern einsetzen (sind die Aramidriemen doch nicht so gut?)
  • Zudem kommen Riemenscheiben aus Stahl/Edelstahl

Juni 2016:
  • Conti baut nur noch Carbonriemen
  • Aramidriemen können kostenlos biem Händler gewechselt werden. (hört sich irgendwie nach Rückrufaktion an)
  • damit sind die Vorteile des unempfindlicheren Aramid-Riemens auch Geschichte

 
2018:  ?? abwarten, was kommt.  

 

 

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Voraussetzungen für Riemenantrieb

  • Riemenantrieb ist nur bei Naben-/Getriebeschaltungen möglich - aber da ist auch ein Kettenantrieb unproblematisch. 
  •  zur Montage des Riemens muss der Rahmen teilbar sein.
  • die Riemenscheiben müssen genau in Flucht liegen - sonst läuft der Riemen nicht sauber. 
Seitliche Nachgiebigkeit von Rahmen.
  • Probieren Sie es aus: Schon bei leichtem Druck seitlich gegen die Kurbel sieht man mit bloßem Auge, wie der Rahmen seitlich nachgibt.  (JEDER Rahmen gibt nach)
  • die Riemenspannung zieht ständig am Rahmen - dadurch gibt selbst der steifste Rahmen über kurz oder lang nach.
  • hohe Kräfte beim Fahren verstärken den Zug am Hinterbau

 

 

 

 

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Riemenantrieb bei Rohloff - Voraussetzungen

  • Rohloff macht genaue Vorgaben für den Riemenantrieb, um einen möglichst sicheren Betrieb sicher zu stellen.
  • der Rahmen muss "zertifiziert" sein  (definierte Steifigkeitswerte/Maßhaltigket)
  • die Riemenscheibe mit Gewinde* darf nur von Rohloff montiert werden (ansonsten droht Garantieverlust) *ab 2017 gibt es Riemenscheiben für den  Rohloff Carrier  (für Steckritzel und Riemenscheiben) - damit darf eine Riemenscheibe selbst montiert werden. .
  • der Einsatz eines Snubbers  ist vorgeschrieben
  • bei Nichteinhaltung dieser Punkte  ist die Gewährleistung seitens Rohloff gefährdet
  • genaue Infos finden Sie =>auf der Rohloff Homepage

 

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Geräuschentwicklung beim Fahren - ist der Riemen leiser?

Der Vergleich  neues Rades mit Riemenantrieb gegen ein Rad mit billiger Kettenschaltung ist unseriös.

Nur ein Vergleich mit Rädern, bei denen ein Riemen überhaupt möglich ist, ist objektiv.

Geräuschloses Dahingleiten mit Riemenantrieb? Entweder die Fahrer  sind schwerhörig oder sie fahren im luftleeren Raum  und auf Reifen, die den Boden nicht berühren.

​Wenn ich bei Rohloff - Pinion - Singlespeed bewusst aufpasse, höre ich...

  • das leise Abrollen der Reifen
  • den Fahrtwind, der um die Ohren weht
  • das leise Summen des Getriebes
  • die Kette ist nicht zu hören! Um die zu hören,  müsste ich mich bücken und konzentriert lauschen.
  • leiser kann ein Riemenantrieb nicht sein  - probieren Sie es selbst aus.

Der Riemen selbst "rollt" zwar etwas leiser ab, aber durch die hohe Spannung des Riemens erhöhen sich die Lager-/Getriebe-/Resonanzgeräusche.

Im Test von "Trekkingbike 08/2014 empfangen die Tester die Geräusche eines Rades mit Riemenantrieb als "Nicht störend" bis "unerträglicher Lärm"





                                       =>
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Spannungsbelastung beim Treten

 

Bei einem Motorrad ist die Krafteinwirkung rund und gleichmäßig ,
Beim Fahrrad wirkt die Kraft "pulsierend"  (oszilierende Kraft) - Kette oder Riemen werden ständig gespannt/entspannt.  
  • bei waagrechter Kurbel wirkt die größte Kraft auf Kette/Riemen
  • bei senkrechter Kurbel ist diese Kraft nahe null.
 
Kräfte bei der Nabenschaltung/Singlespeed:  
  • Kurbellänge ca. 17 cm, Kettenblattradius ca. 8,5 cm.
  • auf Kette/Riemen wirkt ungefähr die doppelte Fußkraft  
Kräfte beim Pininon Getriebe
  • Kurbellänge ca. 17 cm - Kettenblattradius ca. 4,5 cm, interne Untersetzung 0,55
  • Im kleinsten Gang wirkt auf Kette/Riemen ungefähr die 7-fache "Fußkraft
In Zahlen schaut die Belastung von Riemen/Kette   (bei 80 kg Fußkraft) so aus. 
  • bei Nabenschaltungen pulsiert die Kraft von nahe  0 bis ca. 160 kg.
  • beim Pinion-Getriebe pulsiert die Kraft von   nahe 0 bis ca. 560 kg
  • bei jeder Kurbelumdrehung wird Kette/Riemen 2x gespannt/entspannt.
Bei gemütlicher Fahrt sind die Kräfte deutlich geringer - bei sportlichen Fahrern oft auch deutlich höher.
Durch diese Kräfte wird der Hinterbau seitlich weggezogen.

Eine Kette hat eine "Zugfestigkeit" von ca. 1200 kg - die Reißfestigkeit ist noch viel höher.

 

 

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Das Spannen des Riemen vs. Kette

Spannen des Riemens

  • beim Spannen ist die genaue Riemenspannung einzuhalten. (Spezialwerkzeug)
  • auf die exakte zu achten: zu wenig Spannung erhöht die Gefahr des Überspringens höhere Spannung erhöht den Kraftverlust
  • der Riemen darf nicht geknickt und verdreht werden.
  • da sich der Riemen nur wenig dehnt, muss nur selten nachgespannt werden.


Spannen der Kette

  • Zum Laufradausbau muss die Kette nicht entspannt werden - die Kette ist unempfindlich. 
  • je nach Fahrleistung muss die Kette gelegentlich gespannt werden.
  • das genaues Einhalten  einer bestimmten Spannung ist nicht nötig - es macht auch nichts aus, wenn die Kette einmal etwas mehr durchhängt.

 

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"Snubber" = Zwangsniederhalter

Dieser "Zwangniederhalter"  gegen Überspringen des Riemens ist für kleine Riemenscheiben empfohlen, da dort wenig Zähne im Einsatz sind.

Bei der Rohloffnabe schreibt Rohloff einen Snubber vor.


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Vorteile der Kette:

  • geringerer Kraftverlust als beim  Riemen
  • die Kette ist ein bewährtes System und praktisch in jedem Radladen zu haben.  (versuchen Sie mal einen Zahnriemen zu finden)
  • Eine Änderung der Übersetzung ist sehr einfach.
  • Die Kette ist unempfindlich gegen äußere Einflüsse.
  • die Länge einer Kette ist individuell anpassbar
  • Reparatur/Wechsel ist einfach und günstig

Nachteile der Kette:

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Vorteile des Riemens.

  • muss nicht gespannt werden  (bzw. selten)
  • muss nicht geschmiert werden (außer er quitscht...)
  • hält länger als eine Kette (wenn nichts passiert)

 

Nachteile des Riemens

  • höherer Kraftverlust als mit Kette
  • empfindlich gegen Verdrehen -  Knicken - Überlastung - Fremdkörper.
  • bei kleinen Riemenscheiben wird ein "Snubber" empfohlen
  • schleche Ersatzteilversorgung
  • Übersetzungsänderungen sind schwierig
  • höhere Kosten für Anschaffung und Ersatzteile

 

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Gerissene Riemen: 

  • Nicht nur im Alltag kommt es zu Riemenrissen - sogar in mehreren Tests bei neuen Rädern hat sich der Riemen sehr schnell verabschiedet.
  • oder ein Fremdkörper beschädigt den Riemen.
  • Streusalz setzt sich auf Riemen und Scheibe ab und vermindert die Haltbarkeit.  

Oft verwendetes Gegenargument: Auch eine Kette kann "reißen" 

Bei Nabenschaltungen/Pinion reißt eine Kette praktisch nie.

Bei Kettenschaltungen kann ein schlecht vernietetes "Niet-Schloss"  aufgehen. Das passiert dann meist schon nach kurzer Fahrt.  Mit Kettenschaltung darf man einen Riemenantrieb nicht vergleichen.

  • in Deutschland laufen  ca. 80 Millionen Fahrräder -  nahezu 100% der Räder haben Kettenantrieb.
  • ein Großteil der Räder sind im unteren Preissegment mit günstigen Ketten.
  • die Ketten sind  teilweise sehr vernachlässigt - trotzdem reißt eine Kette SEHR SELTEN

Update Okt. 2017: die Rückmeldungen von Lesern dieser Seite über frühzeitigen Riemenverschleiß und Riemenrissen gehen zurück.  (Kinderkrankheiten beseitigt?) 
 

 

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"Notfallsets" für Touren und zuhause.

Ketten gibt es in jedem Radladen. Auf Touren reichen ein Kettenschloss und ein paar Kettenglieder aus, um im Notfall mobil zu bleiben. Nietendrücker gibt es einzeln - bei vielen Multitools ist ein Nietendrücker dabei.

Riemen sind nicht leicht zu bekommen - ein Ersatzriemen macht Sinn (ist aber auf einer Tour nicht leicht zu verstauen)

 

 



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Allgemeine Infos

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  Schaltungen im Vergleich. Vorteile von Rohloff und Pinion Schaltung

Riemen oder Kette? Vor-/Nachteile

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